| Maca
Was ist Maca?
Maca ist eine zähe, beständige Pflanze die in den peruanischen Anden bis zu einer Höhe von 4500m kultiviert wird. Sie besitzt eine der höchsten Frosttoleranzen unter den von den Einheimischen kultivierten Arten. Die Macapflanze ist von niedrigem Wuchs, ihre welligen Blätter liegen dicht am Boden an, und sie erzeugt kleine, selbstbefruchtende, weißliche für die Senf-Familie typische Blüten. Der verwendete Teil ist die Wurzel, die bis etwa 8cm groß wird. Ihre Farbe variiert von gelb über rötlich bis weiß. Im Unterschied zu den meisten anderen Knollengewächsen pflanzt sich die Macapflanze über den Samen fort. Obwohl mehrjährig, wird sie als einjährige Pflanze angebaut. Nach sieben bis neun Monaten kann die Wurzel geerntet werden.
Die Art Lepidium meyenii wurde von Gerhard Walpers 1843 beschrieben.
Bei der heute zumeist angebauten Art handelt es sich um L. peruvianum Chacón. Sie wurde aus verschiedensten, seit 1960 gesammelten Pflanzen im Bezirk von San Juan de la Jarpa, in der Huancayo Provinz in Peru, herausgezüchtet.
Während der größte Teil der im Handel angebotenen Macaprodukte fälschlicherweise noch auf den Namen L. meyenii verweist, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um die neue Züchtung L. peruvianum Chacón. 1994 wurden weniger als 50 Hektar der kommerziellen Nutzung von Maca gewidmet, wegen der steigenden Nachfrage aus den USA und seit wenigen Jahren auch aus Europa stieg alleine bis zum Jahr 2000 die Kulturfläche von Maca auf über 1200 Hektar.
Das Verbreitungsgebiet dieser hoch in den Anden wachsenden Pflanze gehört zu den ungastlichsten Gebieten der Erde. Mit seiner intensiven Sonneneinstrahlung, rauhen Winden und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, dazu ein extrem felsiger Boden, gehört es zu den schlechtesten Ackerböden der Welt. Und doch schafft es die Macapflanze unter diesen widrigen Bedingen zu gedeihen. Maca wurde vor ungefähr 2.000 Jahren durch die Incas domestiziert, und primitive Formen der Kultivierung der Pflanze sind in archäologischen Unterlagen gefunden worden die aus der Zeit 1600 v.Chr. datieren.
Die Macaknolle als Nahrungsmittel
Für die einheimischen Indios ist Maca eine sehr wertvolle Ware, da sie neben Reis, Getreide (z.B. Mais) und grünen Gemüsepflanzen (z.B. Bohnen) zu den wichtigsten Nahrungslieferanten gehört. Die getrockneten Wurzeln können bis zu sieben Jahren aufbewahrt werden. Aber auch die spanisch stämmigen Peruaner gebrauchen sie seit der Incazeit traditionell, sowohl zu medizinischen, als auch zu Ernährungszwecken.
Maca ist eine wichtige Stütze in der Ernährung dieser Menschen, weil sie den höchsten Nährwert aller dort kultivierten Nahrungspflanzen hat. Maca ist reich an Kohlenhydraten, hauptsächlich Fruktose, aber auch Glukose und an Vitaminen wie: Vitamin A (Retinol), Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin) B12, Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin D und Vitamin E. Durch die in Maca enthaltene Fruktose fühlt man sich fitter und vitaler. Außerdem nutzt die Samenblase die Fruktose um Spermien mit Energie zu versorgen und kann so zur Steigerung der Fruchtbarkeit bei Männern führen.
Maca enthält einen hohen Anteil hochwertiger Proteine und verfügt über sämtliche essentielle Aminosäuren. Arginine und Lysin z.B. wirken sich auf die Regulierung der Fruchtbarkeit, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, aus. Die Geschlechtszellen bestehen bei Männern zum großen Teil aus Arginine.
Die mit Arginine angereicherten Zellen weisen einen höheren Fruchtbarkeitsgrad auf. Lysin kann bei Frauen fruchtbarkeitsfördernd wirken und die typischen Beschwerden der Wechseljahre mindern.
Maca enthält ebenso einen hohen Gehalt an Mineralien wie: Kalzium, Magnesium, Eisen, Jod, Zink, Silizium, Kalium, Sodium, Kupfer, Mangan und Phosphor. Es kommen auch Alkaloide, Flavonoide, Phenolverbindungen, Steroide, Tanine, Glykoside und Saponine darin vor. Darüber hinaus wurden Glykosinolate nachgewiesen, wie Benzylglykosinolat und p-Metoxy-benzylglykosinolat.
Es finden sich in Maca sämtliche essentiellen Fettsäuren, einschließlich Linolsäure, Palmitinsäure und Ölsäure. Maca enthält auch einige Sterole, vor allem das b-Ecdyson, die bei gezieltem Muskelaufbau eine natürliche Alternative zu anabolen Steroiden bieten kann.
Maca war der Energiespender der Inkas. Es gibt einige bekannte Legenden, wonach Krieger die Macaknollen als Belohnung nach den Kämpfen verzehrten. Den Bewohnern der Zentral-Anden zufolge, sind diejenigen die Maca zu sich nehmen stark, und erfreuen sich eines langen Lebens bei guter geistiger und körperlicher Gesundheit.
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