| Aloe Vera
Was ist Aloe Vera?
Die Aloe Vera Pflanze ist ein Liliengewächs. Daher wird sie in manchen Ländern auch als "Wüsten-Lilie" bezeichnet. Sie hat kerzenartige, orangefarbene Blüten. Es existieren welteit über 300 Aloe-Arten. Für Kosmetik- und Heilzwecke eignet sich aber einzig und allein die Aloe Vera barbadensis. Man spricht in der Botanik von der "wahren Aloe".
Der Flüssigkeitsgehalt im Blatt liegt bei ca. 95 % und wird durch eine wachsartige und Feuchtigkeit spendende Hautschicht bedeckt. Erst nach dem 3. bis 5. Lebensjahr der Pflanze entwickelt sich der Gesamtwirkstoffgehalt.
In den prall gefüllten Blättern der Wüstenpflanze befindet sich ein Wasserspeicher der kostbare Lebensbausteine enthält, die tief in die Haut eindringen und dort ihre schützende und pflegende Wirkung entfalten.
Geschichtliches
Aus ägyptischen Aufzeichnungen geht hervor, dass man die Pflanze und ihre Wirkung bereits vor rund 6000 Jahren kannte. Nofretete und Cleopatra verwendeten bereits Aloe Vera Extrakte für ihre Hautpflege. Bei den Sumerern galt sie als Heilpflanze. Sie war auch in der chinesischen Heilkunde bekannt.
Alexander der Große hat die Verletzungen seiner Soldaten damit behandeln lassen. Der griechische Arzt Dioscurides schreibt im ältesten Heilkräuterbuch der Welt über die heilende Wirkung der Aloe Vera.
Auch bei den Mayas war sie bereits bekannt. Kolumbus hat auf seinen Schiffen immer Aloe Vera Pflanzen in Töpfen mitgeführt; die Matrosen heilten ihre Wunden damit.
Im 17. Jahrhundert ist die Aloe Vera in unsere Regionen gebracht worden. Bis zum ersten Weltkrieg war die Aloe Vera in Deutschland eine Selbstverständlichkeit in jedem Haushalt. Damals mussten die Frauen Holzspäne fürs Entzünden des Feuers im Küchenofen vorbereiten und an der heißen Herdplatte arbeiten. Dabei kam es natürlich immer wieder zu Verletzungen und Verbrennungen. Die Frauen schnitten einfach ein Stück eines Aloe Vera Blattes ab und rieben mit dem Gel die betroffene Stelle ein.
Die Eigenschaft der Aloe Vera Pflanze, die Haut mit erstaunlicher Schnelligkeit reparieren zu können, wird heute in Dermatologie-Kliniken intensiv genutzt: Patienten mit schwersten Verbrennungen an vielen Körperstellen werden beispielsweise in ein Aloe Vera Bad gelegt.
Eigenschaften
Die in der Aloe Vera Pflanze vorhandenen 160 einzelnen Wirkstoffe wirken synergistisch und in Harmonie. Zu den interessantesten zählen 13 Mucopoly- und andere Sacharide, 13 Mineralstoffe, 13 Vitamine, 15 Enzyme, 4 essentielle Fettsäuren, Aminosäuren und viele ätherische Öle. Die zentrale Substanz aber ist Acemannan, ein langkettiges Zuckermolekül. Acemannan findet man auch im menschlichen Organismus, allerdings nur während der Pubertät. Der erwachsene Mensch kann es nicht mehr produzieren, es muss daher mit der Nahrung zugeführt werden.
Acemannan stärkt die Immunkraft, da es die Fresszellen (Makrophagen) und Killerzellen aktiviert. Es sorgt dafür, dass körperfremdes Eiweiß, das Allergien auslösen kann, rasch abtransportiert wird. Acemannan wirkt vielfach: antiviral, antibakteriell, antimykotisch, also gegen Pilzerkrankungen. Es schützt die weißen Blutkörperchen und das Knochenmark vor Umweltschadstoffen. Und es wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. Die Aloe Vera enthält auch in großen Mengen Salizylsäure, den Wirkstoff der Weidenrinde und des Aspirins.
Wir verwenden für den Einsatz in unseren Produkten den Saft aus dem Gel in den Blättern oder die gesamte Gelmasse, aber immer ohne Schale.
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